Dojo-Regeln

Dojo-Regeln

Dojo-Regeln sind keine Gesetze, die bei Nicht-Einhaltung geahndet werden, vielmehr dienen sie als Anleitung für das respektvolle Verhalten und den Umgang miteinander während des Trainings und somit zum Erlernen und Ausüben der Aikido-Techniken.

Ein wichtiger Aspekt auf dem Weg des Aikido ist die Geisteshaltung. Achtsamkeit und Konzentration ermöglichen es, sich ganz auf das Training einzulassen und mit der Erlernung der Bewegungen und Techniken die innere Kraft, das Ki zu entfalten und in Fluss zu bringen, frei von Gedanken.

In unserer heutigen Gesellschaft – und vor allem im Berufsleben – sind wir nahezu den ganzen Tag über damit beschäftigt, zu kommunizieren, zu organisieren, mehrere Aufgaben gleichzeitig zu erledigen und eine Flut von Informationen zu verarbeiten. Wissen, Nachrichten aus aller Welt und auch Unterhaltung sind dank der modernen Medientechnik jederzeit und sofort abrufbar. Im weitesten Sinne steht uns rund um die Uhr alles zur ständigen Verfügung. Daher sind wir es auch gewohnt, zumindest die meisten unserer Grundbedürfnisse möglichst sofort zu regulieren, wie z. B. Hunger und Durst.

Das Erlernen von Aikido und die Beachtung von Dojo-Regeln erfordert die Disziplin, von unserem gewohnten Alltagsverhalten für eine kurze Zeit Abstand zu nehmen. Man kann es eine Art von freiwilliger Entsagung nennen, die man sich für die Zeit des Trainings zum Vorsatz macht, wie zum Beispiel die Entsagung zu reden, einen Kommentar zu machen, herumzualbern, eine Unterhaltung anzufangen und vieles mehr. Somit ist es möglich, die Achtsamkeit auf sich selbst zu lenken und auf die Wahrnehmung des eigenen Körpers und Geistes sowie auf den Trainingspartner bzw. den Lehrer. Dieses mentale Training wird sich auch im Alltag positiv auswirken.

Buddha verglich den Geist mit einem See. Nur wenn die Wasseroberfläche glatt und still ist, kann man in die Tiefe sehen.

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